Friedensgebet am Muna-Tor zum 9. November 2018

Am 9. November 2018 fand zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht vor 80 Jahren eine kleine Gedenkfeier vor dem Muna-Tor statt. Zusammen mit dem Vorstand des Muna-Vereins hatte Pastorin Rita Maier aus Axstedt ein Friedensgebet vorbereitet, das einen Aufruf zur Wachsamkeit vor radikalen Tendenzen enthielt. Der Einladung zur Teilnahme an der Zusammenkunft waren erfreulich viele Menschen gefolgt. Das macht Mut und zeigt uns, dass wir nicht allein sind in der Absicht, die Erinnerung an die dunkle Vergangenheit der Muna wach zu halten!

Ehrendoktor für Mindu Hornick & Rede in London

Unsere Zeitzeugin Frau Mindu Hornick (UK), die Lübberstedt am 4. Mai 2018 gemeinsam mit Frau Barbara Lorber (ISR) besuchte, erhielt für ihre unermüdliche Erinnerungsarbeit an den Holocaust den Ehrendoktortitel der Universität Worcester.

Am 27.1.2019 wird Mindu Hornick als eine der Hauptrednerinnen in der Westminster Chapel, London ( England ) am Holocaust Memorial Day sprechen.

Die Ehrendoktor Rede (gehalten von Professor Michael Bradshaw) bitte hier klicken: citation-for-mindu-hornick-1.pdf

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Besuch von Überlebenden des Holocaust in Axstedt und Lübberstedt

 

Für den Arbeitskreis Muna e.V.  bot sich eine einmalige Gelegenheit, mit Überlebenden der KZ-Außenstelle Lübberstedt des Lagers Neuengamme zusammenzutreffen. Ganz nah am Ort ihrer schrecklichen Erfahrungen, im Gemeindehaus in Axstedt, fanden sich Barbara Lorber aus Israel und Mindu Hornick aus England ein. Während ihrer Erzählungen von den schrecklichen Geschehnissen vor Schülerinnen und Schülern der Berufsbildenden Schulen in Osterholz-Scharmbeck und der Integrierten Gesamtschule Lilienthal konnte man eine Stecknadel fallen hören. Gebannt und ergriffen lauschten die jungen Menschen. Es ist eben doch etwas ganz Anderes, wenn die selbst Betroffenen erzählen, als wenn man aus Büchern und Filmen Informationen bezieht. Frau Hornick und Frau Lorber entließen die jungen Leute mit dem Auftrag, ihre Geschichte ganz vielen Menschen zu erzählen und dafür zu sorgen, dass sich solche Ereignisse nie wiederholen. Es war eine sehr eindrucksvolle Geschichtsstunde, die an Authentizität nicht zu überbieten war. Der Dank des Arbeitskreises gilt den engagierten Lehrkräften Christoph Schröder und Wiebke Köstermann und ihren Schülerinnen und Schülern sowie der Kirchengemeinde Bramstedt, die dieses Ereignis ermöglichten. Nach der Gesprächsrunde suchten die Überlebenden noch in Begleitung von Familienmitgliedern und einigen Mitgliedern des Arbeitskreises den Ort ihrer schrecklichen Erlebnisse auf.

Zum Bericht im Osterholzer Kreisblatt