Bearbeitungsstand: 09.01.2013

Erforschung und Dokumentation des Komplexes "MUNA Lübberstedt"

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Der Arbeitskreis nahm sich Anfang der 1990-er Jahre der Erforschung und Dokumentation des Komplexes "Muna Lübberstedt" an.

„Überraschend viele Mitbürgerinnen und Mitbürger aus der Samtgemeinde Hambergen, aber auch aus anderen Orten, waren bereit, mit ihren Erinnerungen die Zeit zwischen 1939 und 1945 in der Muna wieder lebendig werden zulassen. Ihr Engagement gab uns die Gewißheit, daß das Schicksal der Menschen, die hier inmitten von Bomben und Granaten, Krieg und Baracken leben und sterben mußten, nicht vergessen ist.“
Quelle: Lw. 2/XI - Muna Lübberstedt, S. 9
(Diese Bezeichnung besagt, dass es sich um die 2. Muna im Luftgaukommando XI (Hamburg) handelte.)


Buchtitel

Photos und Dokumente aus dem Besitz der Menschen wurden dem Arbeitskreis zur Verfügung gestellt. Kontakte zu 10 Ostarbeitern in mehreren Ländern brachten viele Informationen über das Leben in der MUNA. Von Archiven in Freiburg, Bremen, Hamburg, Plön, Eutin, Osterholz-Scharmbeck, Berlin, von der Keele University, dem Holocaust-Dokumentationszentrum in Budapest, der Heinrich-Böll-Stiftung, vom Arbeitskreis "Memorial" (Köln/Moskau)(Internetseite von Memorial Deutschland e.V.) und dem Zentralnachweis zur Geschichte von Widerstand und Verfolgung 1933 - 1945 auf dem Gebiet des Landes Niedersachsen sowie vom Förderverein der Geschichte der Arbeiterbewegung in Cuxhaven (Vors. Gunnar Wegener, Bahnhofstr. 26, 27472 Cuxhaven) bekamen die Autoren Unterlagen und Hinweise. Sie bedauern allerdings, keinen Zugang zu den Materialien des Internationalen Suchdienstes in Bad Arolsen bekommen zu haben.

„Wir haben versucht, zu rekonstruieren und zu beschreiben, wie die Muna gebaut wurde, was und wie hier produziert wurde, wie man unter Lagerbedingungen in den Turbulenzen des zu Ende gehenden Krieges lebte. Dazu gehören waffen- und munitionstechnische Informationen ebenso wie die Beschreibung von Bombenangriffen und des Ausbaus von Verteidigungsstellungen. ... Der ostpreußische Major Willy Pfeiffer, seine Erinnerungen bzw. das von ihm in den letzten vier Monaten des Krieges geführte Kriegstagebuch der Muna und der Kontakt zu seinen Kindern und seinem Enkel wurden zu einer wichtigen Quelle für unsere Forschungen.“
Quelle: Lw. 2/XI - Muna Lübberstedt, S. 10


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Literatur: Barbara Hillmann, Volrad Kluge, Erdwig Kramer: Lw. 2/XI – Muna Lübberstedt – Zwangsarbeit für den Krieg. Unter Mitarbeit von Thorsten Gajewi und Rüdiger Kahrs. Edition Temmen, Bremen 1995, ISBN 3-86108-254-3.