Bearbeitungsstand: 09.01.2013

Mut und menschliches Handeln gegenüber den Gefangenen

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Theaterfahrt nach Beverstedt
Fahrt zur Theatervorstellung nach Beverstedt - 29. März 1942

Menschliches Handeln zwischen Mitleid und Strafe fand vielfach statt.[Lw. 2/XI - Muna Lübberstedt, S. 95] Eine besonders mutige Begebenheit:

"Der Zeitzeuge H.B. aus Axstedt berichtete, daß ein Trupp der ungarischen Häftlinge nicht weit von seinem Elternhaus vorbeizog. Als ein Soldat der Marineschützen ihnen ein Stück Brot zustecken wollte, seien die SS-Beacherinnen dazwischen getreten. Daraufhin habe der Soldat seine Pistole gezogen und seinen Willen durchgesetzt. (Man kann nur hoffen, daß die Empfängerin diese gute Tat nicht schwer büßen mußte!)
[Lw. 2/XI - Muna Lübberstedt, S. 95]

In einem Brief beschrieb die Tochter des Lagerleiters Major Pfeiffer, dass auch ihr Vater Ostarbeiterinnen und russischen Kriegsgefangenen heimlich Brot, Gemüse- und Kartoffelabfälle aus der Küche zugänglich machte - offiziell bekam er sie "für seine Stallhasen".[Lw. 2/XI - Muna Lübberstedt, S. 95]


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Literatur: Barbara Hillmann, Volrad Kluge, Erdwig Kramer: Lw. 2/XI Muna Lübberstedt Zwangsarbeit für den Krieg. Unter Mitarbeit von Thorsten Gajewi und Rüdiger Kahrs. Edition Temmen, Bremen 1995, ISBN 3-86108-254-3.