Bearbeitungsstand: 21.06.2017

Tagesablauf im Reichsarbeitsdienst (RAD)

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* 7 Uhr Wecken
* Frühsport bei jedem Wetter mit dem Hocker als Turngerät
* erstes Frühstück
* Flaggenappell und Gruppeneinteilung
* Arbeit (z.B. Entwässerungsgräben ziehen, Bachläufe begradigen, Felder und Wiesen drainieren, Straßenarbeiten, Arbeiten auf der Anlage der Muna
* zweites Frühstück auf der Arbeitsstelle
* Rückkehr ins Lager und warmes Essen
* eine Stunde Bettruhe
* Unterricht (Ergänzung und Vertiefung von Allgemeinwissen, politischer Unterricht, Singen)
* 18 Uhr dienstfrei (aber noch Putz- und Flickarbeiten, "Spaten auf Hochglanz bringen mit Sandpapier und Speckschwarte)
* 22 Uhr Zapfenstreich: Bettruhe
[Lw. 2/XI - Muna Lübberstedt, S. 48]


Zwischen Axstedt und der Muna gab es ein weiteres RAD-Lager, das 1939 eingerichtet wurde. Zeitweilig waren dort Bauleitung, deutsche und ausländische Zivilarbeiter untergebracht.

Bahnübergang
Auf dem Gelände der Muna sind fast 8 km Bahngeleise verlegt.
Bahn Kleinod
Ankunft des Schienenbusses bei der Theateraufführung des "Letzten Kleinods"

Zwischen dem Dorf und dem Bahnhof Lübberstedt gab es das G-Lager (=Gemeinschaftslager). Dieses Lager am Mützenweg diente den Arbeitern der Firmen und den Fremdarbeitern, die am Bau der Muna beteiligt waren, als Unterkunft. Es hatte mit dem RAD nichts zu tun. Ab Mitte 1944 wurden die Ostarbeiterfamilien von Bilohe nach hier verlegt.

Anfang 1945 sind auch Aktivitäten der Organisation Todt, einer militärisch organisierten Bautruppe in Lübberstedt belegt.
[Lw. 2/XI - Muna Lübberstedt, S. 53]



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Literatur: Barbara Hillmann, Volrad Kluge, Erdwig Kramer: Lw. 2/XI Muna Lübberstedt Zwangsarbeit für den Krieg. Unter Mitarbeit von Thorsten Gajewi und Rüdiger Kahrs. Edition Temmen, Bremen 1995, ISBN 3-86108-254-3.

CD DIE MUNA LÜBBERSTEDT - EIN RELIKT DES II. WELTKRIEGS, eine Dokumentation des Arbeitskreises Muna Lübberstedt e.V., erhältlich beim Arbeitskreis