Veranstaltungen

Schulprojekt der IGS Lilienthal

Am Freitag den 8.10.2021 besuchten Schüler der IGS Lilienthal die MUNA . Zeitzeuge Jan Brodtmann ( 4. von links) aus Lübberstedt konnte den interessierten Schüler-innen & Schüler aus seinem Leben während des 2. Weltkrieges berichten. Es wurden weiterhin Filmaufnahmen für ein Schulprojekt gemacht.

Lesung im Kulturzentrum

Fritz Levy (1901-1982) war Viehhändler in Jever und wurde als jüdischer Mitbürger von den Nationalsozialisten verfolgt und vertrieben.

Osterholz-Scharmbeck. Kulturzentrum Kleinbahnhof (Kuz) und Arbeitskreis Muna Lübberstedt haben für Sonnabend, 11. September, 20 Uhr, den Jeveraner Sänger, Gitarristen und Songwriter Eckhard Harjes nach Osterholz-Scharmbeck eingeladen. Harjes, Jahrgang 1960, stellt im Kuz ein zweites Buch vor, das er über seinen verstorbenen Freund Fritz Levy verfasst hat. Dass dessen Schreibmaschine 2018 aufgefunden wurde, inspirierte den Autoren zu dem Buch „Fritz Typewriter“, einer Erzählung, die mit Fritz Levy und Originaltexten aus dem Nachlass des Geflüchteten um die Welt führt und weitere „Geschichten von Heimatsuchenden“ enthält. Woher kommt die Schreibmaschine? Warum sind chinesische Schriftzeichen darauf zu sehen? Was ist ihr Geheimnis?  Diese und andere Rätsel werden in dem Buch aufgelöst.

Levy (1901-1982) war Viehhändler in Jever und als jüdischer Mitbürger der Willkür des NS-Regimes ausgesetzt. So wurde er inhaftiert und in das KZ Sachsenhausen verschleppt, später zur Flucht nach Shanghai und San Francisco gezwungen. Weil er sich nach Familie, Haus und Heimat sehnte, kehrte er nach Kriegsende nach Jever zurück und erlangte als „letzter Jude von Jever” tragische Berühmtheit. Harjes berichtet, wie der ältere Freund sich zeitlebens für Schwächere und Unterdrückte eingesetzt, den spießigen Kleinstädtern im Nachkriegsdeutschland den Spiegel vorgehalten  und der Jugend eine Stimme gegeben hat. 1981 wurde der „Berufsverbrecher, Viehlosoph und Stabsdirektor“, wie Levy sich gern selbstironisch bezeichnete, von den Jeveranern in den Stadtrat gewählt. Ein Ereignis, von dem sogar die New York Times berichtete. 

Nach seiner Rückkehr aus dem chinesischen Exil 1950 litt der verlorene Sohn der Stadt Jever unter Depressionen, schien die Krankheit in den 1970er-Jahren aber überwunden zu haben.  Das Buch sagt viel über Stimmungen, Strömungen und Neigungen in Deutschland aus – vor und nach 1945.

Die Lesung wird durch  Musik untermalt, die der Autor mit Texten über Fritz Levy versehen hat. Einlass ist ab 19 Uhr.  Es wird eine Eintrittsgebühr von fünf Euro erhoben und um eine Voranmeldung (0 47 91 / 1 40 90 00) gebeten.


Open Air Gottesdienst – Sonntag 18. Juli 2021 um 10.00 Uhr

Am Sonntag 18. Juli 2021 luden wir zu einem Spaziergangs-Gottesdienst mit Pastorin Frau Rita Maier in die MUNA Lübberstedt ein.

Treffpunkt ist um 10.00 Uhr am MUNA Tor / MUNA Mahnmal.

Begleitet wird der Gottesdienst durch Musik und Gesang.

Anmeldungen gerne an den Arbeitskreis !


Denkmal Einweihung

Unter großer Beteiligung fand am Samstag den 9. November 2019 vor dem MUNA Tor die Denkmaleinweihungsfeier statt. Herzlichen Dank an alle Beteiligten besonders den Schülern & Lehrern der BBS Osterholz, den Musikern und Technikern sowie den „Konfis“ um Pastorin Frau Rita Maier.
Das MUNA Denkmal ist von fünf Obstbäumen umsäumt. Die beiden vorderen Bäume tragen den sog. Korbiniansapfel oder KZ-3 Apfel. Hierbei handelt es sich um eine von vier Apfelsorten, die Pfarrer Korbinian Aigner während seiner Gefangenschaft im KZ Dachau züchtete. Die Sorten nummerierte er KZ-1 bis KZ-4. Es gelang ihm, die Sorten noch während der Haftzeit aus dem Lager zu schmuggeln. Bis heute erhalten blieb jedoch nur die Sorte KZ-3, die seit 1985 als Korbiniansapfel bezeichnet wird.
Das Hitler-Attentat von Georg Elser am 8. November 1939 nahm Pfarrer Aigner zum Anlass, am 9. November im Religionsunterricht über das Fünfte Gebot (Du sollst nicht töten) zu sprechen. Dabei fiel auch der Satz „Ich weiß nicht, ob das Sünde ist, was der Attentäter im Sinn hatte. Dann wäre halt vielleicht eine Million Menschen gerettet worden“. Diese Aussage brachte ihn in das KZ Dachau. Aigner konnte später flüchten und überlebte den Krieg und starb 1966.

Video Nr 1

Video Nr 2

Video Nr 3