Veranstaltungen

Friedensgebet am 23.12.2019 am Muna Tor um 18.00 Uhr

Denkmal Einweihung

Unter großer Beteiligung fand am Samstag den 9. November 2019 vor dem MUNA Tor die Denkmaleinweihungsfeier statt. Herzlichen Dank an alle Beteiligten besonders den Schülern & Lehrern der BBS Osterholz, den Musikern und Technikern sowie den „Konfis“ um Pastorin Frau Rita Maier.
Das MUNA Denkmal ist von fünf Obstbäumen umsäumt. Die beiden vorderen Bäume tragen den sog. Korbiniansapfel oder KZ-3 Apfel. Hierbei handelt es sich um eine von vier Apfelsorten, die Pfarrer Korbinian Aigner während seiner Gefangenschaft im KZ Dachau züchtete. Die Sorten nummerierte er KZ-1 bis KZ-4. Es gelang ihm, die Sorten noch während der Haftzeit aus dem Lager zu schmuggeln. Bis heute erhalten blieb jedoch nur die Sorte KZ-3, die seit 1985 als Korbiniansapfel bezeichnet wird.
Das Hitler-Attentat von Georg Elser am 8. November 1939 nahm Pfarrer Aigner zum Anlass, am 9. November im Religionsunterricht über das Fünfte Gebot (Du sollst nicht töten) zu sprechen. Dabei fiel auch der Satz „Ich weiß nicht, ob das Sünde ist, was der Attentäter im Sinn hatte. Dann wäre halt vielleicht eine Million Menschen gerettet worden“. Diese Aussage brachte ihn in das KZ Dachau. Aigner konnte später flüchten und überlebte den Krieg und starb 1966.

Video Nr 1

Video Nr 2

Video Nr 3

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Vorankündigung: „Fritz Levy – Der letzte Jude aus Jever“

Samstag 25.1.2020 um 19:00 Uhr Lesung & Musik mit Eckhard Harjes im KUZ OHZ

Sonntag 26.1.2020 um 10:30 Uhr Kinofilm „Fritz lebt“ im KUZ OHZ

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Songs und Texte zu Fritz Levy

(songs-und-texte-zu-fritz-levy-von-eckhard-harjes.pdf)

von Eckhard Harjes (Autor und Musiker)

Der Viehhändler Fritz Levy: … letzter Jude von Jever – geboren 1901 – aufgewachsen in Jever – Übernahme des elterlichen Betriebes nach dem Tod des Vaters Julius 1919 – Verfolgung durch die Nazis – KZ Sachsenhausen – Flucht nach China 1939 – Rückkehr nach Jever 1950 – Scheitern beim Wiederaufbau des Betriebes – schwere Depressionen in den 1960er Jahren – Wiederaufstehen in den 1970er Jahren – er nennt sich „Berufsverbrecher, Viehlosoph und Stabsdirektor“ – Stadtratsmitglied 1981 – Freitod 1982 … Heute ist Fritz Levy eine der bekanntesten Persönlichkeiten aus Jever.

Wer war Fritz Levy? War er ein Spinner oder ein

Clown? War er ein Provokateur oder ein Genie? Was

hat ihn bewegt? Wie hat er gelebt? Hatte er Familie,

Frau und Kinder? Warum ist er zurückgekommen nach

Jever? Was hat ihn bewogen im hohen Alter für den

Stadtrat zu kandidieren? Weshalb hat den Freitod gewählt? Warum bewegt uns

Fritz Levy immer noch? Es gibt viele Fragen rund um Fritz Levy, viele Legenden, Halbwahrheiten und jede Menge Unfug, der über ihn geredet wird.

Eckhard Harjes erzählt in seinem Buch „Das Haus in der Schlosserstraße“ eindrucksvoll das Leben seines Freundes Fritz Levy unter Einbezug der heute bekannten Fakten. Als 14- jähriger lernte der Autor Fritz Levy 1974 in Jever kennen. „Dieser Mann hat mich in all den Jahren nie mehr losgelassen. Er war irgendwie immer in meinem Kopf. Mal mehr, mal weniger“, sagt Eckhard Harjes heute zurückblickend.

Fritz Levy bewegt die Gemüter seit Jahrzehnten. Seine Lebensthemen – Ausgrenzung, Rassismus, Flucht und Exil – sind aktueller denn je. Fritz Levy hilft dabei Stellung zu beziehen gegen Rassismus, gegen das Vergessen und für eine demokratische Gesellschaft.

Eindrucksvoll präsentiert Eckhard Harjes Songs und Texte, die er über Fritz Levy und Jever geschrieben hat, und liest aus seinem Buch.

„Das Haus in der Schlosserstraße“ ist erschienen im FUEGO-Verlag Bremen (ISBN: 978-3-86287-974-8). Weitere Informationen zu den historischen Fakten unter: www.groeschlerhaus.eu / Weitere Informationen zum Autor und zum Verlag unter: www.fuego.de

Kino Atmosphäre im KUZ

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