Bearbeitungsstand: 09.01.2013

"Wladislaus Wolski, der Schuhmacher aus Polen"

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Wladislaus Wolski
Wladislaus Wolski

Aus Schwarzau (Bei WIKIPEDIA unter "Schwarzau" nachlesen) kam Wladislaus Wolski in der ersten Junihälfte 1941 in Axstedt an. "Einer von uns muss nach Deutschland!" hatte die Polizei in seinem Heimatdorf gesagt, als sie ihn mit 19 Jahren von seiner Familie wegschleppte.
Als die Deutschen ihn fragten, welchen Beruf er habe, sagte er "Schuhmacher" - er hatte seinem Vater, einem Schuster, immer bei der Arbeit zugesehen. Er kam in Axstedt zu einem Schuhmacher und "erwies sich als ordentlich und anstellig". Er war im Dorf gern gesehen, lebte mit Familienanschluss, musste aber das OST-Abzeichen tragen. Während seiner Zeit als Ostarbeiter riss der Kontakt zur eigenen Familie in Schwarzau nicht ab, er durfte sogar zweimal nach Hause fahren. Als er 1993 interviewt wurde, lebte er in England, und schaute ab und zu bei seinem Schuster in Axstedt vorbei.
Hillmann, Kluge, Kramer (siehe Literatur), S. 91

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Literatur: Barbara Hillmann, Volrad Kluge, Erdwig Kramer: Lw. 2/XI Muna Lübberstedt Zwangsarbeit für den Krieg. Unter Mitarbeit von Thorsten Gajewi und Rüdiger Kahrs. Edition Temmen, Bremen 1995, ISBN 3-86108-254-3.