Zeitzeugen

Eva Parush – This is my life – from Ruske Pole with love

Eva Parush ( geb. Berta Klein / gest. 14.7.2010) ist die Schwester von Mindu Hornick. Beide waren zusammen mit Ihren Cousinen und Tante von August 1944 bis April 1945 als KZ Häftlinge in der MUNA Lübberstedt. Ihre Mutter und weitere Familienangehörige wurden in Auschwitz ermordet. Sie wird nach dem Krieg von Ihrer Tante Ida in Australien aufgezogen. Als später Eva´s Tochter an einer Überdosis Heroin stirbt , erklärt sich Ida´s Enkelin Lana, sofort bereit , deren kleinen Sohn Ricky zu adoptieren. Für Ihren Enkel Ricky schreibt Eva im Jahre 2006 ihre bewegende Lebensgeschichte auf. In Kapitel 5 wird Eva´s Aufenthalt in der MUNA Lübberstedt beschrieben. Dieses sehr private Familienbuch wurde uns nach langer Recherche freundlichst aus Australien von Roslyn Eldar zur Verfügung gestellt.

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Häftlingskarte Eva Klein

Käthe Birkenfeld, Timmdorf

Die damals 12 jährige Käthe Birkenfeld sah Mai 1945 den Zug mit den lübberstedter KZ Häftlingsfrauen in Ihren Heimatort fahren. Die Postkartenfotos zeigen die Stellen, an denen der Zug in Plön bombardiert worden ist (Pfeil1), den Friedhof für die ersten Todesopfer (Pfeil2) und den bewaldeten Hügel Parnaß, auf den die Frauen flüchteten und dort von den Briten befreit wurden.

Todeszug durch Ostholstein (LN v. 5.5.2015) – hier klicken

Elizabeth Just :“ It should not be forgotten ! “ ( Es darf nicht vergessen werden !) Interview vom 4.10.2017 Melbourne, Australien

Quelle: KZ Gedenkstätte Neuengamme M 2017-0070

Die Auschwitz und Muna-Lübberstedt Überlebende Elizabeth Just geb. Ruttner heute in Melbourne , Australien lebend wurde im Rahmen der Vorbereitung des Muna Besuches Ihrer Cousine Mindu Hornick, Ihrer Nichte Roslyn Eldar und Barbara Lorber im Auftrag der KZ Gedenkstätte Neuengamme in Ihrer Heimat interviewt. Sie selbst war gesundheitlich zu angeschlagen, um nach Lübberstedt zu reisen. Elza wurde als 16 Jährige von den Nazis in Ihrer Heimatstadt Tacova, eine Grenzstadt in der heutigen ukrainischen Karpaten-Region , in ein Ghetto gesperrt und darauf folgend im Mai 1944 nach Auschwitz deportiert. Nach drei Monaten wurde Sie, Ihre Schwester, Ihre Mutter und vier Cousinen ( eine war Mindu Hornick ) im August 1944 in Viehwaggons nach Lübberstedt in das KZ Außenlager Bilohe verbracht. Aufgrund Ihrer ungeschützen Arbeit bei der Munitionsherstellung, den Misshandlungen durch die SS Aufseherinnen, verbunden mit Mangelernährung, musste Elza nach Ihrer Befreiung Mai 1945, noch fast zwei Jahre zur Genesung in einem Lungensanatorium in den Karpaten (CZ) verbringen. Erst 1949 wanderte sie mit ihrer Mutter und ihrem Bruder nach Australien aus. Heute wohnt Elza in Melbourne und besucht regelmäßig eine jüdische Pflegeeinrichtung und widmet sich dort neben sportlichen Aktivitäten, ihrem neuen Hobby: der Malerei…

Es ist der ausdrückliche Wunsch von Elizabeth „Elza“ Just, daß der Arbeitskreis Muna Lübberstedt e.V. , dieses einmalige Zeitzeugen Interview für die geschichtliche Erinnerungsarbeit nutzt und verbreitet.

Häftlingskarte Elza Ruttner
DP ( Displaced Persons ) Registrierungs Karte
Elza 1948
Elza 2018

Bitte auf die Einzel-Links zum Video-Interview klicken:

Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4 Teil 5 Teil 6 Teil 7 Teil 8 Teil 9 Teil 10

Bilder vom Besuch von Zeitzeugen vom 4. Mai 2018

Am 4. Mai 2018 besuchten uns Frau Barbara Lorber (Israel) mit ihren Enkeln Aviv und Daniel Bar-On.

Frau Mindu Hornick (England) reiste mit Ihrer Tochter Nicola und ihrem Enkel Alex an.

Die beiden Damen trafen sich nach 73 Jahren erstmals wieder – in Lübberstedt.

Desweiteren war Frau Roslyn Eldar (Melbourne/Australien) mit ihrem Sohn, David angereist. Roslyns Mutter, Tante und Großmutter waren alle ebenfalls im KZ Außenlager Lübberstedt/Bilohe. Roslyns Großmutter Bertha , war die Tante von Mindu Hornick.

Hier klicken zur Videoaufzeichnung vom Besuch mit Schülergespräch