Holocaust Gedenktag 2019

Im deutschen Bundestag sprach in einer Gedenkstunde der Holocaust Überlebende Saul Friedländer. In England sprach in der Westminster Kathedrale die Muna Lübberstedt Überlebende Mindu Hornick.

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MIndu’s speech at Holocaust Memorial Day  27 ,January  2019.

This speech was made after a film of her life was shown :

 You have just heard and seen about my experiences in the Ghetto, Auschwitz-Birkenau and slave labour camp in Germany.

 I remember the bewilderment, I remember the anguish of my parting from my mother and my 2 little brothers.

 It all happened so fast. The Ghetto, the deportation, the sealed cattle cars, the fiery altar upon which the history of my people and the future of mankind were meant to be sacrificed.

 I remember asking myself can this be true, is this the 20th century or the middle ages? Who could anyone allow such crimes to be committed?

 How could the world remain silent?

 Families driven from the safety of their homes, families torn apart never to be united.

 And I tell myself how naive I was that to think that the world did not know and remained silent. 

 I now tell myself I must keep the memories alive, that is why I swore never to be silent whenever and wherever human beings endure suffering and humiliation.

 Commemorations such as this mean a lot to me. I hope that together with other commemorative days such as this we will keep the memory alive.

 I know that nothing will bring back my family or my home or the 6 million innocent victims. 

 It is also important for me that both children of the victims and those of the perpetrators know about the Holocaust and warn future generations so that we will never again see any suffer a similar fate.

 We survivors know that hatred and prejudice have catastrophic consequences. We will go on reminding people in the hope that those that will hear us will take our message on board and say „stand up against prejudice and say never again“.

 Thank you for being part of this memorial.

 

Friedensgebet am Muna-Tor zum 9. November 2018

Am 9. November 2018 fand zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht vor 80 Jahren eine kleine Gedenkfeier vor dem Muna-Tor statt. Zusammen mit dem Vorstand des Muna-Vereins hatte Pastorin Rita Maier aus Axstedt ein Friedensgebet vorbereitet, das einen Aufruf zur Wachsamkeit vor radikalen Tendenzen enthielt. Der Einladung zur Teilnahme an der Zusammenkunft waren erfreulich viele Menschen gefolgt. Das macht Mut und zeigt uns, dass wir nicht allein sind in der Absicht, die Erinnerung an die dunkle Vergangenheit der Muna wach zu halten!

Ehrendoktor für Mindu Hornick & Rede in London

Unsere Zeitzeugin Frau Mindu Hornick (UK), die Lübberstedt am 4. Mai 2018 gemeinsam mit Frau Barbara Lorber (ISR) besuchte, erhielt für ihre unermüdliche Erinnerungsarbeit an den Holocaust den Ehrendoktortitel der Universität Worcester.

Am 27.1.2019 wird Mindu Hornick als eine der Hauptrednerinnen in der Westminster Chapel, London ( England ) am Holocaust Memorial Day sprechen.

Die Ehrendoktor Rede (gehalten von Professor Michael Bradshaw) bitte hier klicken: citation-for-mindu-hornick-1.pdf

Besuch von Überlebenden des Holocaust in Axstedt und Lübberstedt

Für den Arbeitskreis Muna e.V.  bot sich eine einmalige Gelegenheit, mit Überlebenden der KZ-Außenstelle Lübberstedt des Lagers Neuengamme zusammenzutreffen. Ganz nah am Ort ihrer schrecklichen Erfahrungen, im Gemeindehaus in Axstedt, fanden sich Barbara Lorber aus Israel und Mindu Hornick aus England ein. Während ihrer Erzählungen von den schrecklichen Geschehnissen vor Schülerinnen und Schülern der Berufsbildenden Schulen in Osterholz-Scharmbeck und der Integrierten Gesamtschule Lilienthal konnte man eine Stecknadel fallen hören. Gebannt und ergriffen lauschten die jungen Menschen. Es ist eben doch etwas ganz Anderes, wenn die selbst Betroffenen erzählen, als wenn man aus Büchern und Filmen Informationen bezieht. Frau Hornick und Frau Lorber entließen die jungen Leute mit dem Auftrag, ihre Geschichte ganz vielen Menschen zu erzählen und dafür zu sorgen, dass sich solche Ereignisse nie wiederholen. Es war eine sehr eindrucksvolle Geschichtsstunde, die an Authentizität nicht zu überbieten war. Der Dank des Arbeitskreises gilt den engagierten Lehrkräften Christoph Schröder und Wiebke Köstermann und ihren Schülerinnen und Schülern sowie der Kirchengemeinde Bramstedt, die dieses Ereignis ermöglichten. Nach der Gesprächsrunde suchten die Überlebenden noch in Begleitung von Familienmitgliedern und einigen Mitgliedern des Arbeitskreises den Ort ihrer schrecklichen Erlebnisse auf.

Zum Bericht im Osterholzer Kreisblatt